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Imi Lichtenfeld

 Herkunft
Imrich Lichtenfeld wurde 1910 in Budapest geboren und wuchs in Bratislava in der Slowakei auf.
Sein Vater, Samuel, der sich mit 13 Jahren einem Wanderzirkus
anschloss, dann einen Club für Gewichtheben und Kraftsport (Herkules) gründete und schließlich zur Polizei ging und Ausbilder für Selbstverteidigung wurde, beeinflusste Imis Entwicklung entscheidend.
 
Der Sportler
Imi widmete sich einer Vielzahl von Sportarten. Er begann mit Schwimmen, dem dann Gymnastik, Ringen und Boxen folgten. Im Jahr 1928 gewann er die slowakische Jugendmeisterschaft im Ringen und im darauf folgenden Jahr die Erwachsenen-Meisterschaft im Leicht- und Mittelgewicht. Im gleichen Jahr gewann er die nationale Box- und eine internationale Gymnastikmeisterschaft. Imis sportliche Aktivitäten fokussierten sich zunehmend auf das Ringen, sowohl als Wettkämpfer als auch als Trainier.
 
Vom Sport zum Straßenkampf
Mitte der dreißiger Jahre begann sich die Lage zu verändern.  Faschistisches und antisemitisches Gedankengut verbreitete sich unter vielen Mensch, versetzte die Öffentlichkeit in Aufruhr und schadete der jüdischen Gemeinschaft erheblich. Imi wurde der Anführer einer Gruppe junger Juden, die meisten von ihnen mit Kenntnissen über Boxen, Ringen und Gewichtheben, die sich den nationalsozialistischen Banden entgegenstellten und in zahlreichen Straßenkämpfen das jüdische Wohnviertel verteidigten. Dabei stellte er fest, dass sportlich orientierte Methoden wie Boxen und Ringen an der brutalen Realität vorbeigingen und entwickelte sich vom Sportler zum Straßenkämpfer. Diesen Umständen verdankt KRAV MAGA seine Entstehung: einfache, effektive Lösungen für komplizierte, chaotische Situationen.
 
Die Flucht
1940 flüchtete Imi vor den Nazis auf einem der letzten Schiffe, die Europa verlassen konnten. Die "Pentcho" brach Richtung Palästina auf - doch Imi kam dort erst zwei Jahre später an. In der Zwischenzeit erlebte er mehrere gefährliche Episoden und kämpfte anderthalb Jahre mit der Tschechischen Legion unter dem Kommando der Britischen Armee im Mittleren Osten.

Als er 1942 die Einreisegenehmigung für Israel erhielt, hebräisierte er dort seinen Familiennamen in Sde-Or und bildete bis 1948 Teile der jüdischen Untergrundstreitkräfte Haganah (Vorgänger der IDF) und deren Eliteeinheit Palmach aus.
 
Israel und Krav Maga entstehen
1948 wurde der Staat Israel und seine offizielle Armee gegründet, und Imi wurde Chefausbilder für Leibeserziehung und KRAV MAGA an der School of Combat Fitness.
 
 
 
 
Zurück ins Zivilleben
Nachdem er nach zwanzig Jahren, in denen er sowohl Eliteeinheiten als auch „einfache“ Soldaten und Reservisten unterrichtete, aus der IDF ausschied widmete sich Imi der Anpassung seines Systems an die Bedürfnisse von Zivilisten. Er bildete KRAV MAGA - Instruktoren aus und half, KRAV MAGA - Lehrinstitute in ganz Israel aufzubauen. Bis kurz vor seinem Tod entwickelte Imi KRAV MAGA - Techniken und Methoden. Imi, ein Lehrer, Kämpfer und großartiger Mensch, verstarb am frühen Morgen des 9. Januar 1998. Während seiner letzten Stunden war Eyal an seiner Seite.